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Rezension | Das neue Selbstbewusstsein – Katty Kay, Claire Shipman

Den Schlüssel zum Erfolg liefert nicht allein die Kompetenz – wer in der Arbeitswelt und im Privatleben bestehen will, für den ist Selbstvertrauen unabdingbar. Gerade Frauen kämpfen jedoch häufig mit Selbstzweifeln. Woran liegt das? Und lässt sich Selbstbewusstsein aneignen oder bestimmen unsere Gene darüber, wie selbstsicher wir sind? In ihrem Bestseller, der in Deutschland längst als Geheimtipp gehandelt wird, zeigen die renommierten Journalistinnen Claire Shipman und Katty Kay anhand von Forschungsergebnissen, wie jede Frau ihr Selbstgefühl stärken kann. Gemeinsam mit führenden Neurowissenschaftlern und Psychologen weltweit haben sie innovative Ansätze entwickelt, wie wir selbstsicherer werden können, indem wir etwa Risiken eingehen und aktiv handeln. Wie wir unsere Denkstrukturen langfristig verändern. In Gesprächen mit Frauen aus Politik, Sport und Kunst kommen Kay und Shipman dem Geheimnis auf die Spur, wie Frau ihre Ziele erreichen und ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

 

Ich glaube, jeder von uns hat manchmal das Gefühl, etwas mehr Selbstbewusstsein dürfte nicht schaden. Insbesondere als ich aus der Uni kam und es darum ging, sich in die Berufswelt zu stürzen. Allerdings hat mir „Das neue Selbstbewusstsein“ nichts wirklich neues erzählt.

An sich liest sich das Buch sehr gut. Es war spannend zu erfahren, weshalb wir Frauen, unter anderem beruflich, so anders ticken, als Männer. Es gibt immerhin ein ganzes Kapitel darüber. Allerdings ist dieses Kapitel, wie auch die meisten anderen voll von Klischees – Frauen sind einfach anders als Männer, wir denken zu viel, unser Gehirn ist anders programmiert. Tolle Message!

Die Lösungsvorschläge, um mehr Selbstbewusstsein im Berufs- und Privatleben aufzubauen, sind dann doch eher dürftig und nichts, was man sich nicht auch ohne das Buch zusammenreimen könnte. Dass Selbstbewusstsein wird schon durch das Vertrauen der Eltern in der Kindheit gestärkt, Scheitern und wieder aufstehen stärkt das Vertrauen und so geht es weiter mit Klischees und Offensichtlichkeiten.

Dazu muss man sagen, dass die Autorinnen aus den USA kommen und deshalb natürlich auch nur Amerikanische Frauen analysieren und zu ihren Geschichten befragen. Nicht alles kann man auch auf Deutschland und unsere Systeme hier anwenden. Das könnte mitunter der Grund dafür sein, warum ich das Buch als wenig hilfreich empfand.

Insgesamt ist das Buch gut zu lesen durch die vielen Beispiele anhand der Leben von verschiedenen Frauen. Allerdings bedient „Das neue Selbstbewusstsein“ auch viele Klischees und bringt nicht unbedingt neue Erkenntnisse ans Tageslicht, was ja eigentlich das Ziel sein sollte, um tatsächlich ein neues Selbstbewusstsein in den Köpfen der Frauen zu schaffen.

 

 

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