„Obsidian“ – Jennifer L. Armentrout

Makelloses Gesicht. Toller Körper. Ätzendes Verhalten – die heilige Dreieinigkeit scharfer Typen.

Name des Autors: Jennifer L. Armentrout
Titel: Obsidian – Schattendunkel
Teil einer Reihe? Ja, 1/ 5
gebundene Ausgabe / Taschenbuch
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN: 978-3-551-58331-4
Preis: 18,99 €
Genre: Romantasy

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Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um „neue Freunde“ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…

Erster Satz: „Ich blickte auf de Stapel Kartons in meinem neuen Zimmer und wünschte mir, das Internet würde schon funktionieren“

Nachdem Katy mit ihrer Mutter nach West Virginia zieht, lernt sie völlig überraschend und natürlich total unvorhergesehen, den heißen Daemon und seine freundliche Zwillingsschwester Dee kennen. Während Katy sich sehr schnell mit Dee anfreundet, ist Daemon unglaublich unfreundlich und abweisend. Und auch sonst scheint mit diesen Geschwistern irgendetwas nicht zu stimmen und Katy wird bald herausfinden, was es ist.

An sich ist einem beim Lesen diese Handlung nicht fremd. Mädchen kommt in Kleinstadt, lernt heißen Typen kennen, der aber ein kompletter Arsch ist. Sie will sich natürlich nicht eingestehen, ihn trotz seiner Arroganz, zu mögen. Der Unterschied zu anderen Geschichten dieser Art ist allerdings, dass hier lange Zeit völlig unklar ist, was an Daemon und Dee so unmenschlich ist. Ich weiß nicht, ob nur ich so lange gebraucht habe, um zu kapieren, was da los war, oder ob es auch anderen so ging. Zumindest war ich von der Auflösung sehr überrascht, denn die Wesen, um die es hier geht, sind wieder völlig anders, als das was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung so im Trend war.

Die Charaktere sind wirklich sehr gut und sympathisch beschrieben. Nicht nur die Hauptcharaktere Daemon und Katy, sondern auch Daemons quirlige Schwester Dee, die Katy eine gute Freundin wird. Es wurde ein bisschen zu viel über Daemons unnatürlich lange Wimpern und seine super grünen Augen geredet, irgendwann haben wir es halt alle verstanden, aber so scheint das nunmal in YA Büchern zu sein.

Auch wenn ich die Dialoge zwischen Daemon und Katy oft lustig, kreativ und  sehr unterhaltsam fand, gingen mir Katys Monologe zeitweise ziemlich auf den Keks. Zuerst wirkte sie sehr sympathisch (schon alleine weil sie Buchbloggerin ist). Aber nach und nach wandelt sie sich in einen von hormonüberschuss geplagten Teenager, der sich nicht entscheiden kann, ob Daemon jetzt nun heiß oder nervig ist. In einem gewissen Maß ist das auch völlig in Ordnung. Aber auf Dauer hofft man einfach nur, dass sie sich jetzt bitte, bitte endlich entscheiden soll und dann auch bitte bei dieser Entscheidung bleibt. Sie leugnet die meiste Zeit sich in Daemon verliebt zu haben, dabei ist das dem Leser schon klar, bevor sie überhaupt an seiner Tür klingelt.

Trotz der Kritikpunkte an Katys Verhalten empfand ich das Buch als lesenswert und will unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht. Der Schreibstil lädt ebenfalls dazu ein, immer weiter zu lesen und das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.

Trotz dieser typischen Probleme, die YA Bücher so haben, wie dieses hin und her zwischen Mann und Frau und viele Oberflächlichkeiten, hat mir Obsidian sehr gut gefallen und ich werde die Serie auf jeden Fall weiter lesen.

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Wie hat euch Obsidian gefallen? Habt ihr vielleicht schon die anderen Teile gelesen? Oder habt ihr nach Obsidian aufgehört?

Ich interessiere mich sehr, was ihr dazu zu sagen habt! Schreibt mir doch eure Meinung in die Kommentare.

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