„Die Auslese – Nur die Besten überleben“ – Joelle Charbonneau

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Autor: Joelle Charbonneau

Titel: Die Auslese – Nur die besten überleben
Teil einer Reihe? Ja, 1/3
gebundene Ausgabe / Taschenbuch
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (August 2013)
ISBN: 978-3-7645-3117-1
Preis: 16,99 Euro
Genre: Science Fiction / Dystopie

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Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.

Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten, die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben …

Erster Satz: Heute ist also der Tag der Abschlussfeier.

Das erste, dass ich über dieses Buch gehört habe: Tribute von Panem Abklatsch! Ich bin mir nicht sicher, ob ich da so zustimmen kann, denn alle Geschichten, die einen ähnlichen Handlungsstrang haben, werden in Zukunft als Hungergames Nachmache betitelt. Also bin ich da nicht so streng ans Lesen gegangen. Es gibt natürlich einige Parallelen. So lebt die Protagonistin Cia zum Beispiel in einer Kolonie, anstatt in einem Distrikt. Und auch hier geht es um die Welt, nachdem sie fast vernichtet wurde.

Ansonsten habe ich die Gemeinsamkeiten eher nicht als welche empfunden. Ich habe ein bisschen gebraucht um mich mit der Geschichte anzufreunden, aber sobald es dann so richtig zur Sache ging, war auch ich voll dabei. Zu Beginn wird Cias Familie vorgestellt und ich als Einzelkind habe mir gleich gewünscht, solche Brüder zu haben, wie sie. Merkwürdig wird es, als Cias Vater sie vor der Auslese warnt, obwohl genau die das Ziel von Cia ist. Ab diesem Zeitpunkt war ich schon gefesselt. Ich habe leider nicht so ganz verstanden, weshalb man hochbegabte Jugendliche umbringt, nur weil sie Fehler machen oder vielleicht nicht perfekt in die Zukunftspläne passen. Um hier wieder auf die Tribute von Panem zurückzukommen: Da gab es wenigstens „Gründe“ für die ganzen Tode. Hier trifft das eher weniger zu. Dennoch hat es mir viel Spaß gemacht „Die Auslese“ zu lesen.

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Ich bin sehr schnell mit Cia warm geworden und auch mit Thomas. Allerdings habe ich ihm, um ehrlich zu sein, am Anfang ein bisschen misstraut. Er ist einfach zu nett. Auch die Liebesgeschichte der beiden habe ich ein bisschen zweideutig empfunden. Einerseits kommen sie aus derselben Kolonie, kennen sich also. Aber trotzdem hat sich mir das ein bisschen zu schnell entwickelt. Aber das scheint ja momentan sowieso ein Trend in den Handlungen zu sein, dass man sich kaum kennt, aber sich sofort verliebt und ohne den anderen nie wieder leben kann und will. Natürlich finde ich sowas auch schön, wenn sich zwei finden, aber ein bisschen gekünzelt ist das halt doch.

Ich habe es sehr genossen, dass Cia intelligent ist und sie diese Intelligenz auch nicht runterspielt. Das fehlt vielen weiblichen Protagonisten meiner Meinung nach. Aber manchmal wirkt die Art, wie sie die ihr gestellten Rätsel löst zu weit hergeholt. Ich würde in 100 Jahren nicht solche Überlegungen anstellen, aber vielleicht bin ich auch einfach nur nicht der logischste Mensch.

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Insgesamt bin ich ein bisschen zwiegespalten, was „Die Auslese“ angeht. Einerseits hat es mich wirklich gefesselt und ich habe mich wahnsinnig auf das zweite gefreut. Andererseits hatte es für mich ziemlich viele Stolpersteine, über die ich nicht so einfach hinweg sehen konnte. Deshalb habe ich mich entschieden drei Sterne zu vergeben.

3 Sterne - Ganz okay

Hier gehts weiter zum 2. Teil von „Die Auslese“:

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Hat euch „Die Auslese“ an „Die Tribute von Panem“ erinnert, so wie viele andere, oder eher nicht? Schreibt mir doch eure Meinung in die Kommentare 🙂

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